Berlin -  „Mein Hanf gehört mir“: Mit Plakatsprüchen wie diesem sind Anhängerinnen und Anhänger einer Cannabis-Legalisierung bei der diesjährigen Hanfparade durch Berlin gezogen. Die Polizei schätzte, dass rund 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort waren. Ursprünglich angemeldet waren demnach 4000. Sie zogen ab dem Neptunbrunnen nahe dem Alexanderplatz durch die Berliner Innenstadt. Für den Abend war eine Abschlusskundgebung mit Reden, Musik und Infoständen geplant.

Bei der Auftaktkundgebung sprach unter anderem Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke). Er schrieb auf Twitter, dass noch heute Konsumentinnen und Konsumenten kriminalisiert und stigmatisiert würden. „Statt Repressionen und #Illegalisierung brauchen wir Beratungsangebote & Aufklärung“, so Lederer. Er sei vor 23 Jahren zum ersten Mal bei der Hanfparade gewesen.

In diesem Jahr lautete das Motto „50 Jahre Prohibition – Zeit für Emanzipation“. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ging es um die Legalisierung von Cannabis als Medizin, Rohstoff und Freizeitdroge in Deutschland.

Die Hanfparade ist laut Angaben der Veranstalter die größte und traditionsreichste Demonstration für Cannabis in Deutschland. Sie findet seit 1997 statt – im vergangenen Jahr gab es sie wegen der Corona-Pandemie allerdings nur online.