Auf den Entertainer Harald Schmidt wirken Politiker der neuen Bundesregierung wie „Schauspieler in einer Soap“. Im Gespräch mit dem Spiegel sagte der 64-Jährige laut Mitteilung vom Freitag über den Anzug von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP), er spanne ein bisschen an den Schenkeln. Schmidt empfindet es demnach „ästhetisch als Zumutung“, dass viele männliche Politiker heutzutage keine Krawatten mehr tragen.

Über Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sagte er: „Habeck bindet die Krawatte locker, das hat aber Stefan Aust schon vor 30 Jahren bei Spiegel TV gemacht, die Krawatte locker binden.“ Er warte immer noch darauf, dass Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) komme und sage, „genug, jetzt lasst mal gut sein“, sagte Schmidt über das neue Kabinett.

Der Entertainer will seinen Impfstatus auch weiterhin nicht öffentlich machen. Er halte sich aber an die staatlichen Vorgaben, sagte Schmidt in dem Interview. Nichts sei für ihn langweiliger, als ein Rebell zu sein. „Selbstverständlich unterstütze ich alle Maßnahmen, die gefordert werden, weil wirkliches Chaos nur durch Befolgen von Anordnungen entsteht“, sagte Schmidt.