Berlin - Die Bezieher von Hartz IV bekommen ab Beginn des kommenden Jahres etwas mehr Geld: Nach AFP-Informationen soll der Regelsatz für Alleinstehende im Januar 2022 um drei Euro auf 449 Euro monatlich steigen. Auch der Betrag für Ehegatten und Partner soll um drei Euro angehoben werden – auf dann 404 Euro. Zuvor hatte das Nachrichtenportal The Pioneer über die geplante Anhebung berichtet.

Volljährige, die noch nicht in einem eigenen Haushalt leben, bekommen demnach ab Anfang kommenden Jahres 360 Euro – ebenfalls drei Euro mehr als bislang. Für Kinder bis fünf Jahre steigt der Hartz-IV-Satz den Plänen zufolge um zwei Euro auf 285 Euro.

Für 6- bis 13-Jährige soll es demnächst 311 Euro monatlich geben. Bislang waren es 309 Euro. Für 14- bis 17-Jährige ist geplant, die monatlichen Zahlungen dagegen um drei Euro anzuheben – auf 376 Euro.

Neue Hartz-IV-Sätze: Mehrausgaben von 190 Millionen Euro pro Jahr

Die geplanten Erhöhungen sollen innerhalb der Bundesregierung noch abgestimmt werden und dann vom Kabinett auf den Weg gebracht werden. Die Anpassung der Hartz-IV-Leistungen richtet sich den Angaben zufolge zu 70 Prozent nach der Preisentwicklung bei bestimmten Produkten und Dienstleistungen sowie zu 30 Prozent nach der Entwicklung der Löhne.

Als Folge der Hartz-IV-Erhöhung wird nach Angaben von The Pioneer mit Mehrausgaben von 190 Millionen Euro pro Jahr gerechnet, 180 Millionen davon entfielen auf den Bund, zehn Millionen Euro auf die Kommunen.