Magdeburg -  Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sieht Ostdeutschland als entscheidend für das schlechte Abschneiden der Union bei der Bundestagswahl an. „Der Osten hat die Wahl entschieden“, sagte er der Rheinischen Post vom Samstag. „Hätte die CDU im Osten nicht zehn Prozentpunkte unter dem Westen abgeschnitten, wäre die Union als Siegerin aus den Bundestagswahlen hervorgegangen.“

Haseloff hatte sich bei der Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union für CSU-Chef Markus Söder ausgesprochen und unter anderem mit dessen hohen Popularitätswerten argumentiert. „Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, wer im Osten besser ankommt“, sagte Haseloff nun der Zeitung. Nicht nur das Programm sei wichtig, „sondern auch das Vertrauen in Personen“.

Ausgang der Bundestagswahl soll „genauestens ausgewertet werden“

Die Union hatte bei der Bundestagswahl am vergangenen Sonntag mit 24,1 Prozent ihr mit Abstand schlechtestes Ergebnis eingefahren und war hinter den Sozialdemokraten auf dem zweiten Platz gelandet. „Wir haben es bei der Bundestagswahl mit einem Ereignis zu tun, das genauestens ausgewertet werden muss“, sagte dazu Haseloff.

Er gab sich aber zuversichtlich: „Die starken Volksparteien CDU und CSU werden das, wie so vieles andere zuvor, vernünftig auflösen. Diese Wahl ist für uns kein Weltuntergang, wenn wir die richtigen Schlüsse aus ihr ziehen.“