Haseloff zum Impfen von Kindern: Unerfüllbare Erwartungen geweckt

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass auch Kinder ab 12 Jahren sich ab dem 7. Juni gegen Corona impfen lassen können. Haseloff sieht das kritisch.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) scheint von den Entscheidungen der Bund-Länder-Beratungen zunehmend genervt zu sein.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) scheint von den Entscheidungen der Bund-Länder-Beratungen zunehmend genervt zu sein.dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

Magdeburg-Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt Reiner Haseloff (CDU) hat die bisherige Kommunikation der Bundesregierung bei den Corona-Impfungen für Kinder kritisiert. „Es ist eine Erwartung geweckt worden, die nicht erfüllt werden kann“, sagte Haseloff im ARD-Morgenmagazin am Freitag. Er bezog sich dabei auf zusätzlichen Impfstoff für Kinder und Jugendliche. Jetzt müsse man ganz sachlich damit umgehen.

Er wünsche sich zu diesem Thema keine Pressekonferenzen aus dem Bund mehr. Dies hänge „damit zusammen, dass wir klare Botschaften brauchen“, sagte der Ministerpräsident.

Am Donnerstagabend hatten Bund und Länder bei einem Impfgipfel vereinbart, dass sich Kinder ab 12 Jahren vom 7. Juni an generell gegen Corona impfen lassen können sollen. Voraussetzung dafür ist, dass die EU-Arzneimittelbehörde EMA den bisher ab 16 Jahren freigegebenen Impfstoff von Biontech/Pfizer auch für diese Altersgruppe zulässt. Das wird für diesen Freitag erwartet. Den Ländern steht jedoch für die Impfung von Kindern kein zusätzlicher Impfstoff zur Verfügung. Daneben hatten sowohl Biontech/Pfizer, als auch Johnson & Johnson zuletzt Lieferverzögerungen.

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