Feuer in Flüchtlingsheim in Pankow: Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung

In Französisch Buchholz wurden Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft vom Feuer eingeschlossen. 44 Menschen wurden gerettet, zwei mussten in die Klinik.

Die Berliner Feuerwehr unterwegs zu einem Einsatz.
Die Berliner Feuerwehr unterwegs zu einem Einsatz.Andreas Gora/imago

Beim Brand in einem Treppenhaus im Berliner Stadtteil Französisch Buchholz hat die Feuerwehr 44 Menschen in Sicherheit gebracht. Sie rückte mit über 100 Einsatzkräften zu dem Haus in der Bahnhofstraße aus. Es brannte im unteren Bereich des Hauses, wie ein Sprecher der Feuerwehr der Berliner Zeitung sagte. 

Bewohner auf allen Etagen des vierstöckigen Wohnhauses, das als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird, waren wegen des starken Rauchs eingeschlossen, kamen nicht ins Freie und machten lautstark auf sich aufmerksam. Für die Evakuierung des Hauses kam dann eine Drehleiter zum Einsatz. Über diese sowie mit Atemschutzhauben wurden 30 Personen gerettet. Der Brand war gegen 19 Uhr gelöscht.

Nach Brand in Pankower Flüchtlingsheim: 44 Menschen in Sicherheit gebracht, zwei im Krankenhaus

Wie der Feuerwehrsprecher weiter erklärte, wurden zwei Verletzte ins Krankenhaus gebracht. 44 Menschen aus dem betroffenen Haus wurden von Rettern gesichtet. Die Polizei Berlin sprach am Folgetag von schwerer Brandstiftung. Ob das Feuer von einem Bewohner oder einer anderen Person gelegt wurde, ist derzeit noch unbekannt.

Die Feuerwehr rechnete wegen der Hilferufe zunächst mit vielen Verletzten und löste einen entsprechenden MANV-Alarm (Massenanfall an Verletzten) aus. Dieser Alarm war aber nur eine Vorsichtsmaßnahme.

DasFeuer konnte rasch gelöscht werden, das Haus ist laut Feuerwehr aber nicht mehr bewohnbar. Die betroffenen Flüchtlinge sollen in anderen Unterkünften untergebracht werden.