Haus vor Zwangsversteigerung: Berliner Traditionsgeschäft Rogacki ist in Gefahr

Das Haus, in dem sich der Charlottenburger Feinkostladen seit 1935 befindet, wird zwangsversteigert. Ob der Mietvertrag bis 2027 bestehen bleibt, ist unklar.

Das Amtsgericht Charlottenburg kündigte die Zwangsversteigerung des Gebäudes an (Symbolbild).
Das Amtsgericht Charlottenburg kündigte die Zwangsversteigerung des Gebäudes an (Symbolbild).Imago/Panthermedia

Berlin-Das Berliner Traditionsgeschäft Rogacki ist in Gefahr. Wie der Tagesspiegel berichtet, stehen die Wohn- und Geschäftsräume in der Wilmersdorfer Straße in Charlottenburg vor einem Eigentümerwechsel. Das Amtsgericht Charlottenburg kündigte eine „Zwangsversteigerung zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft“ zum 10. November an. 

Der Besitzer der Feinkosthandlung, Dietmar Rogacki gab sich gegenüber dem Tagesspiegel gelassen. Der aktuelle Mietvertrag des Geschäfts laufe noch bis 2027. Es gibt jedoch ein Risiko: Bei Zwangsversteigerungen haben Erwerber ein Sonderkündigungsrecht. Gewerbetreibende müssen dann ihre Räume trotz eines geltenden Mietvertrags verlassen. 

Die Geschichte der Feinkosthandlung Rogacki reicht lange zurück. 1928 eröffneten die Großeltern des jetzigen Eigentümers Dietmar Rogacki einen Räucherwarenhandel in Berlin-Wedding. Sieben Jahre später zog das Geschäft in die Wilmersdorfer Straße um.