Berlin - Das Berliner Traditionsgeschäft Rogacki ist in Gefahr. Wie der Tagesspiegel berichtet, stehen die Wohn- und Geschäftsräume in der Wilmersdorfer Straße in Charlottenburg vor einem Eigentümerwechsel. Das Amtsgericht Charlottenburg kündigte eine „Zwangsversteigerung zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft“ zum 10. November an. 

Der Besitzer der Feinkosthandlung, Dietmar Rogacki gab sich gegenüber dem Tagesspiegel gelassen. Der aktuelle Mietvertrag des Geschäfts laufe noch bis 2027. Es gibt jedoch ein Risiko: Bei Zwangsversteigerungen haben Erwerber ein Sonderkündigungsrecht. Gewerbetreibende müssen dann ihre Räume trotz eines geltenden Mietvertrags verlassen. 

Die Geschichte der Feinkosthandlung Rogacki reicht lange zurück. 1928 eröffneten die Großeltern des jetzigen Eigentümers Dietmar Rogacki einen Räucherwarenhandel in Berlin-Wedding. Sieben Jahre später zog das Geschäft in die Wilmersdorfer Straße um.