Berlin - In der letzten Maiwoche sollen die Hausärzte in Deutschland erstmal Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten. „Der Bund wird für die Woche vom 25. bis 30. Mai rund 1,6 Millionen Dosen von Biontech, etwas mehr als 500.000 Dosen von Johnson & Johnson und voraussichtlich 600.000 von Astrazeneca bereitstellen“, teilte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KVB) den Praxen in einer Mitteilung mit, über die die Rheinische Post (Dienstag) berichtet. Der Impfstoff von Johnson & Johnson hat den Vorteil, dass er mit einer Dosis auskommt.

In knapp drei Wochen soll die Impfpriorisierung enden. Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, erwartet, dass die Bundesregierung für einen deutlichen Schub bei den Lieferungen der Vakzine gegen Corona sorgt.

Impfpriorisierung fällt am 7. Juni

Gesundheitsminister Jens Spahn bat am Montagabend nach Beratungen mit seinen Länderkollegen die Menschen aber um Geduld. „Dass am 7. Juni oder auch in der Woche des 7. Juni alle, die wollen, geimpft werden können, das kann ich ausdrücklich nicht sagen“, erklärte der CDU-Politiker in den ARD-Tagesthemen. „Das heißt nicht, dass wir dann alle binnen weniger Tage impfen können. Ich muss weiterhin auch da um Geduld bitten.“ Man werde bis in den Sommer hinein brauchen, um alle, die wollen, auch impfen zu können. 

Die seit dem Impfstart vor fünf Monaten eingeführten Vorranglisten nach Alter, Erkrankungen und Beruf sollen dann in Praxen und regionalen Impfzentren wegfallen. Ab 7. Juni sollen auch Betriebs- und Privatärzte regulär mitimpfen.