Berlin -  Der Chef des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, hat davon abgeraten, zwecks Buchung eines Impftermins in Arztpraxen anzurufen. Dies geht aus einem Interview des Mediziners mit Zeit Online hervor.  Demnach sagte Weigeldt, Hausärzte seien momentan über Anrufe nicht glücklich. Man hänge gegebenenfalls in der Warteschleife. Andere Kommunikationsmittel wie E-Mails seien da empfehlenswerter.

Auf die Frage, wie Hausärzte die Impfberechtigten auswählen würden, sagte Weigeldt: „Dafür haben wir Ärzte uns Listen mit Patientinnen und Patienten erstellt, die beispielsweise über 80 Jahre alt sind.“ Anschließend kämen chronisch Kranke hinzu. Man prüfe, wer besonders gefährdet ist und rufe dann an. Angesichts möglicher übrig gebliebener Impfstoffdosen erklärte Weigeldt: „Natürlich muss man aufpassen, dass man keinem Patienten und keiner Patientin etwas vorenthält. Das darf nicht passieren.“ 

Aber sollte es „Freitagabend sein und mal etwas übrig bleiben, sollte man das verimpfen und nicht wegwerfen.“ Der Arzt hält es jedoch für unwahrscheinlich, dass es bald zu einer solchen Situation kommen wird.