Das Graffito „Held“ am Ernst-Thälmann-Denkmal an der Greifswalder Straße kann aus Kostengründen nicht beseitigt werden und bleibt deshalb erst mal bestehen. Der „Held“-Schriftzug wurde April 2022 auf die Front des Denkmals gesprüht. Wenn überhaupt, werden nun nur Reinigungen im kleinen Umfang vorgenommen.

Wie Pankows Ordnungsstadträtin Manuela Anders-Granitzki (CDU) auf Anfrage der Berliner Zeitung erklärte, sei eine kostenintensive Reinigung nicht nachhaltig. „Spätestens nach einer Woche gibt es neue Beschmierungen. Allein die Reinigungskosten im Jahr 2021 beliefen sich über 13.000 Euro“, so die Stadträtin.

In diesem Jahr hat der Bezirk bisher nur politische oder andere unerwünschte Parolen kleineren Umfangs entfernen lassen. Mehr war offenbar nicht drin. „Die ‚Held- Bemalung‘ betrifft die gesamte Vorderfront zur Greifswalder Straße. Die Beschmierungen mit einer abgestimmten Farbe zu übermalen, die unschädlich für die Bronze ist, ist aus Gründen des Denkmalschutzes leider nicht möglich. Wir müssen also immer wieder von Fall zu Fall entscheiden, ob wir die Reinigung veranlassen können beziehungsweise müssen“, so Manuela Anders-Granitzki.

Ernst-Thälmann-Denkmal: CDU Pankow wollte den Abriss

Nun ist es ausgerechnet ihre Partei, die CDU in Pankow, die einst in der BVV einen Antrag auf Abriss des Ernst-Thälmann-Denkmals stellte. Der Antrag wurde abgelehnt. Ob die fehlende Reinigung jetzt mit dem damaligen CDU-Antrag zu tun hat, ist vollkommen offen.

Ein Abriss des Ernst-Thälmann-Denkmals ist jedenfalls nicht möglich: „Das gesamte Ensemble steht unter Denkmalschutz“, wie Rona Tietje (SPD), Stadträtin für Stadtentwicklung auf Anfrage erklärte.