Berlin - Nach dem Fund von diversen Drogen in einem WG-Zimmer in Hellersdorf ist ein 31-Jähriger zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Angeklagte habe mit den Betäubungsmitteln einen Handel treiben wollen, begründete das Landgericht am Montag seine Entscheidung. Er hatte zur Selbstverteidigung im Rahmen seiner illegalen Geschäften einen Baseballschläger aus Metall auf dem Sofa in seinem Zimmer abgelegt. Deshalb wurde der 31-Jährige des unerlaubten bewaffneten Drogenhandels schuldig gesprochen.

Im Zimmer des Angeklagten in einer Wohngemeinschaft hatten Polizisten im August 2020 auf dem Schreibtisch, dem Sofa und in zwei Kleiderschränken unter anderem 109 MDMA-Tabletten, 323 Gramm Amphetamine, geringere Mengen Kokain und Cannabis entdeckt. Zudem wurde auch Bargeld in Höhe von etwa 36.000 Euro sichergestellt.

Der 31-Jährige, der sich fünfeinhalb Monate in Untersuchungshaft befand, hatte über seinen Verteidiger gestanden. Sein Mandant habe Drogen in der Partyszene verkauft, sagte der Anwalt. „Ihm war die Schwere der Straftaten nicht bewusst.“

Das Gericht ging wie die Staatsanwältin und der Verteidiger von einem sogenannten minderschweren Fall aus. Das Urteil entsprach im Wesentlichen dem Antrag der Staatsanwältin. Der Verteidiger stellte keinen konkreten Antrag.