Berlin - Ein Spaziergänger hat in Hellersdorf eine grausige Entdeckung gemacht. Nach Angaben der Polizei wurde in einem Waldstück nahe der Zerbster Straße am Freitagvormittag gegen 9 Uhr eine Leiche entdeckt. Nach Informationen der Berliner Zeitung deuten die Verwesungsspuren daraufhin, dass der oder die Tote schon länger dort gelegen haben muss. 

Polizisten sperrten den Fundort bis 12.30 Uhr weiträumig ab, während Beamte der Kriminalpolizei die Stelle untersuchten. Wie eine Sprecherin der Berliner Polizei auf Anfrage der Berliner Zeitung sagte, habe die Gerichtsmedizin nach ersten Erkenntnissen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. „Es wurde wie üblich in solchen Fällen ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Eine Mordkommission wird vorerst nicht ermitteln“, so die Sprecherin. 

Eine Obduktion soll nun die Todesursache klären. Dann erst könne auch vollends ausgeschlossen werden, ob die Leiche nicht doch nach einem Verbrechen dort abgelegt worden war. Im Zusammenhang mit der Obduktion und in Abstimmung mit der Vermisstenstelle der Berliner Polizei werde zeitgleich versucht, so schnell wie möglich die Identität der toten Person herauszufinden. Unklar war zunächst, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelte. Die Ermittlungen in dem Fall stünden noch am Anfang, hieß es. 

Erst Anfang Dezember vergangenen Jahres hatte eine verweste Leiche der Berliner Polizei Rätsel aufgegeben. In einem Waldstück in Pankow hatte ein Spaziergänger menschliche Überreste gefunden. Wie sich später herausstellte, handelte es sich bei dem Toten um einen 65-jährigen Vermissten, der ein halbes Jahr zuvor spurlos verschwunden war.