Hertha-BSC-Trainer Felix Magath hat die Versöhnung seiner Mannschaft mit Fans als zu spät und deswegen schlecht für die Einstellung im verloren gegangenen Spiel gegen den FSV Mainz 05 kritisiert.

„Das hätte schon viel früher in der Woche geregelt werden müssen. So hat es uns abgelenkt, hat uns alle eingelullt“, sagte der Interims-Coach des Berliner Fußball-Bundesligisten der Bild.

Hertha hatte am Samstag das Heimspiel gegen die Mainzer mit 1:2 verloren und so den vorzeitigen Klassenverbleib verpasst. Es habe „die letzte Konzentration gefehlt“, sagte Magath. „Das gilt für uns alle! Wir waren nicht so fokussiert, wie wir hätten sein müssen.“

„Wir müssen nachsitzen, aber es ist noch alles drin“

Die Spieler hatten kurz vor dem Spiel ihren Fan-Boykott beendet. Die Profis sprangen nach dem Ende des Aufwärmprogramms über die Werbebande und liefen in die voll besetzte Ost-Kurve. Zuvor hatten sie drei Spiele lang den Gang in die Fan-Kurve verweigert. Grund war die Aktion einiger Anhänger nach dem mit 1:4 verlorenen Derby gegen den 1. FC Union im April. Mehrere Ultras hatten die Profis damals aufgefordert, ihre Trikots auszuziehen und als Zeichen der Demut auf den Boden vor die Fan-Kurve zu legen.

Fürs letzte Bundesliga-Spiel dieser Saison am Samstag bei Borussia Dortmund erwartet Magath nun, dass seine Mannschaft auftritt wie beim 1:0-Sieg beim FC Augsburg. „Da haben wir gekämpft, haben mit Leidenschaft jeden Zweikampf angenommen, haben 90 Minute alles rausgehauen. Das erwarte ich jetzt auch in Dortmund.“ Man habe das Minimalziel Platz 16 erreicht, das Maximalziel Platz 15 noch nicht. „Wir müssen nachsitzen, aber es ist noch alles drin.“