Wiesbaden - In Hessen dürfen Einzelhändler nun selbst entscheiden, ob sie die 3G-Regel (geimpft, getestet, genesen) oder die 2G-Regel (geimpft, genesen) umsetzen. Die hessische Staatskanzlei bestätige gegenüber der Bild-Zeitung, dass das 2G-Optionsmodell auch für den Lebensmitteleinzelhandel gelte. Damit sind auch Supermärkte betroffen. Bislang galt das 2G-Optionsmodell nicht in Supermärkten, um allen Menschen Zugang zur Lebensmittelversorgung zu gewährleisten.

Offenbar hofft die hessische Landesregierung jedoch, dass Supermarkt-Inhaber die 2G-Regel nicht in Anspruch nehmen: „Wir gehen davon aus, dass diese Option eher nur tageweise genutzt wird und Geschäfte des alltäglichen Bedarfs davon keinen Gebrauch machen werden“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU).

In Berlin gilt das 2G-Optionsmodell für Veranstaltungen sowie in Hotels, anderen Beherbergungsbetrieben und Ferienwohnungen, Museen, Galerien und Gedenkstätten, Bibliotheken und Archiven. Sogenannte Tanzlustbarkeiten in geschlossenen Räumen dürfen hingegen nur unter 2G-Bedingungen für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Das betrifft etwa Clubs. Ausschließlich 2G gilt auch für Aufgüsse in Saunen oder Thermen sowie für die Öffnung von Dampfbädern. Kinder unter zwölf Jahren und Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, dürfen an den 2G-Angeboten trotzdem teilnehmen – Voraussetzung dafür sind ein ärztliches Attest und ein negativer PCR-Test.