BerlinAn mehreren Orten in Berlin wird am Wochenende trotz des Lockdowns demonstriert. Die größte Versammlung findet am Sonntag statt – dann ist ein „Schweigemarsch“ von Impfgegnern durch Berlin geplant. Laut Polizei sind 2000 Teilnehmer dafür angemeldet. Ende November hatten am „Schweigemarsch“ rund 1000 Menschen teilgenommen. Der Zug führt laut der Verkehrsinformationszentrale ab 15 Uhr vom Holzmarkt über Molkenmarkt, Gertraudenstraße, Axel-Springer-Straße, Charlottenstraße, Luisenstraße und Kapelle-Ufer zum Washingtonplatz. Es ist mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen.

Die Corona-Pandemie ist auch Thema bei weiteren Kundgebungen am Wochenende, jedoch mit einem anderen Schwerpunkt: Auf dem Platz der Vereinten Nationen sind laut Polizei für Samstag 200 Teilnehmer für eine „Musik- und Kulturdemo wegen prekärer Situation der Kunst- und Kulturszene“ angemeldet. Für Sonntag sei am Alexanderplatz eine Veranstaltung zu einem ähnlichen Thema geplant.

Bereits am Sonnabend wollen sich in Steglitz 18 Menschen zu einer „Kunstprojektion weiße Wahrheiten zur Corona-Pandemie“ treffen, wie ein Polizeisprecher ankündigte. Sie träten in weißen Anzügen und Theatermasken auf. Man habe sie zuletzt bereits in Wilmersdorf und Lichtenrade beobachtet. Dabei sei es aber zu keinen Vorfällen gekommen.

In Berlin besteht bei Versammlungen mit mehr als 20 Teilnehmern Mund-Nasenschutz-Pflicht. Teilnehmer-Begrenzungen für Versammlungen werden in der aktuellen Verordnung des Senats nicht genannt.