Hochgebirge in der Hauptstadt: Im Berliner Tierpark ist am Montag das Himalaya-Gebirge eröffnet worden. Auf einer rund 60.000 Quadratmeter großen Nachbildung können Besucher auf Entdeckungsreise in die asiatische Gebirgswelt gehen. Der höchste Punkt ist laut Sprecherin Philine Hachmeister etwa 60 Meter hoch. In der Anlage leben demnach bekanntere Arten wie Kleine Pandas, Schneeleoparden und Bartgeier, aber auch weniger bekannte Arten wie Goldtakin, Goral, Manul, Kiang und Satyrtragopan.

An verschiedenen Stationen können sich Besucher auf dem Weg zur Spitze darüber informieren, welche Eigenschaften die Tierwelt im echten Himalaya in Asien entwickelt hat, um im höchsten Gebirge der Erde zu überleben. Im Himalaya befinden sich mit dem Mount Everest und dem Gali-Gandaki-Tal zugleich der größte Berg sowie die tiefste Schlucht der Welt. In den verschiedenen Klimazonen ist eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt vorzufinden.

Tierpark Berlin fördert Anti-Wilderei-Einheit

Der Tierpark Berlin unterstützt gleichzeitig auch den Naturschutz im Himalaya und fördert den Aufbau einer zweiten Anti-Wilderei-Einheit in Kirgistan zum Schutz der rund 800 dort lebenden Schneeleoparden durch den Naturschutzbund (Nabu). Nun sei es möglich, den Schutz für Schneeleoparden und seine Beutetiere vom Norden des Landes auch auf den Süden auszuweiten, erklärt Nabu-Präsident Jörg-Andreas Krüger.

Um einen echten Beitrag für den Erhalt der biologischen Vielfalt zu leisten, müssten sich Natur- und Artenschützer zusammenschließen, betonte Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem. Der Nabu engagiert sich seit mehr als 20 Jahren in Kirgistan, das an den Nordausläufern des Himalayas liegt.

Tierpark-Himalaya: 110 Lkw-Ladungen Naturstein verbaut

Im Tierpark-Himalaya wurden demnach rund 3000 Tonnen Naturstein verbaut, was etwa 110 Lkw-Ladungen entspricht. Darüber hinaus wurden rund 8000 Sträucher und Bäume, 7500 Gräser und 13.500 Stauden gepflanzt. Die Kosten für das Projekt liegen bei rund 5,3 Millionen Euro, von denen die Berliner Finanzverwaltung 4,85 Millionen Euro gefördert hat. Der Tierpark sei ein wichtiges Naherholungsziel für die Berliner. „Seine Modernisierung ist ein positives Zeichen – gerade nach zwei Jahren der Corona-Pandemie, die auch den Tierpark vor große Herausforderungen gestellt hat“, so Finanzsenator Daniel Wesener (Grüne).