In Teilen Süddeutschlands wird vor einer anrollenden Hitzewelle und möglicherweise tödlichen Folgen gewarnt. Das Gesundheitsamt im bayerischen Nürnberg schreibt in einer aktuellen Mitteilung: „Bei Erreichen des Hitze-Warnwerts des Deutschen Wetterdienstes kann eine akute Lebensgefahr entstehen.“ Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt eine entsprechende Warnung heraus, wenn die gefühlte Temperatur am frühen Nachmittag bei mindestens 32 Grad liegt. In Berlin sollen am Samstag 35 Grad, am Sonntag sogar 37 Grad erreicht werden. Die Sonne soll an beiden Tagen 16 Stunden scheinen, Regen ist unwahrscheinlich.

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Laut den Behörden könnten auch in Nürnberg bereits in dieser Woche Temperaturen erreicht werden, die die Gesundheit gefährden können. In der Mitteilung heißt es weiter: „Schon bei 26 Grad Celsius reagiert der Körper mit vermehrtem Schwitzen und Kreislaufstörungen.“ Zu den besonders gefährdeten Risikogruppen zählen demnach ältere Menschen, chronisch Kranke sowie kleine Kinder.

Aktuell werden im betroffenen Landesteil im Süden Deutschlands am Mittwoch in Nürnberg bis zu 30 Grad und rund 13 Sonnenstunden erwartet. In der zweiten Wochenhälfte soll das Thermometer dann auf bis zu 32 Grad ansteigen.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters wird Spanien derzeit von der heißesten Vorsommer-Hitzewelle seit 20 Jahren überrollt. Ursache für die Rekordhitze ist demnach heiße Luft aus Nordafrika, die über das Mittelmeer nach Europa gelangt. Im Guadalquivir-Tal in Sevilla und in der nahe gelegenen Stadt Cordoba 40 Grad wurden am Samstag 40 Gard gemessen. In der Hauptstadt Madrid werden am Dienstag ebenfalls 40 Grad erwartet, in Cordoba sogar bis zu 44 Grad.

Der Wetterexperte Stefan Ochs hält es laut einem Bericht des Nachrichtenportals nordbayern.de für möglich, dass ein Teil der heißen Luft aus Nordafrika auch Deutschland erreichen könnte. Ochs: „Diese Luft wird wahrscheinlich am Samstag und Sonntag zu uns nach Mitteleuropa gelenkt, so dass die Temperaturen auf 36 Grad steigen.“ Sicher sei das aber nicht.