Berlin - Für Raser wird’s teurer und Verbraucher können wieder mit Rabatten rechnen. Auch in Sachen Corona gibt es Änderungen im November. Ein Überblick.

Höhere Bußgelder

Raser und Falschparker müssen vom 9. November an tiefer in die Tasche greifen. Der erneuerte Bußgeldkatalog sieht härtere Strafen bei Regelverstößen im Straßenverkehr vor. Wer beispielsweise künftig innerorts 16 bis 20 km/h zu schnell fährt und geblitzt wird, der zahlt statt 35 bald 70 Euro.

Höhere Geldstrafen gibt es künftig auch für jene, die verbotswidrig auf Geh- und Radwegen parken, unerlaubt auf Schutzstreifen halten oder in zweiter Reihe parken und halten. So kostet Parken in zweiter Reihe künftig 55 statt 20 Euro, noch teurer wird es, wenn andere Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet werden. Neu ist außerdem eine Geldbuße von 55 Euro für unberechtigtes Parken auf einem Parkplatz für elektrisch betriebene Fahrzeuge und Carsharing-Fahrzeuge.

Ende der Corona-Notlage

Trotz steigender Inzidenzen soll es die Corona-Notlage nach dem 25. November nicht mehr in der Form geben. SPD, Grüne und FDP wollen die Rechtsbasis für weitgehende Einschränkungen in Deutschland nicht weiter verlängern. Bis zum 20. März werden die Länder in einer Art Übergangsphase immer stärker die Regie übernehmen, wenn es um Corona-Maßnahmen geht – sei es bei der Maskenpflicht, Zugangsregeln nur für Geimpfte, Genesene und Getestete, Hygienekonzepte, Abstandsgebote sowie Kontaktdaten-Erfassung.

Entschädigung für Ungeimpfte in Quarantäne fällt weg

Wenn Ungeimpfte in Quarantäne müssen, haben sie bisher ihren Verdienstausfall erstattet bekommen. Ab 1. November fällt diese Lohnfortzahlung weg. Es gibt allerdings auch Ausnahmen.

Rabattaktionen zum „Black Friday“

Verbraucher können zum „Black Friday“ (diesmal am 26. November) traditionell mit Rabatten von Einzelhändlern rechnen, vor allem im Onlinehandel. Der Aktionstag hat seinen Ursprung in den USA, wird inzwischen aber auch von deutschen Unternehmen genutzt. Unklar ist, ob Lieferengpässe die Rabattschlacht diesmal trüben.

Tesla: Neue Anhörung für Gigafabrik

Für den Bau der ersten europäischen Fabrik des US-Elektroautoherstellers in Grünheide bei Berlin startet am 2. November erneut die Anhörung von Kritikern. Das Landesamt für Umwelt hatte sich zu einer Wiederholung entschieden, um eine größere Rechtssicherheit in dem Onlineverfahren zu haben.

Weihnachtsmärkte

Der Weihnachtsmarkt am Potsdamer Platz hat bereits geöffnet, doch die meisten Weihnachtsmärkte in Berlin starten am 22. November. Der Senat hat festgelegt, dass Besucher von Berliner Weihnachtsmärkten wegen der Corona-Pandemie eine Schutzmaske tragen müssen. Allerdings gilt das nicht für Märkte, deren Betreiber auf die 2G-Regel setzen. In dem Fall haben nur geimpfte und genesene Menschen Zutritt sowie Kinder unter zwölf Jahren, für die bislang keine Impfungen angeboten werden. Hinzu kommen Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Sie alle müssen als Gäste dieser Märkte, für die es dann auch Zugangskontrollen geben müsste, keine Maske tragen.

Fed-Sitzung

Führende Vertreter der US-Notenbank kommen am 2. und 3. November zu einer turnusmäßigen Sitzung zusammen. Die Finanzmärkte beobachten die Äußerungen der Währungshüter diesmal besonders aufmerksam, weil die Fed den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik einleiten und ihre Anleihenkäufe zurückfahren könnte. Eine Erhöhung der Leitzinsen steht aber zunächst wohl nicht an.

Karneval

Die fünfte Jahreszeit startet am Elften im Elften – doch gibt es tatsächlich endlich wieder unbeschwerten närrischen Frohsinn? Die vergangene Session war völlig von Corona überschattet, aller Orten waren Narren und Jecken in der Zwangspause. Jetzt sagt Deutschlands oberster Karnevalist Klaus-Ludwig Fess: „Ich bin tatsächlich guter Hoffnung, dass es wieder so sein wird wie vor Corona.“ Die Fastnachter und Karnevalisten stünden überall in den Startlöchern: „Sie freuen sich, dass es am 11.11. endlich wieder los geht.“ An Außenveranstaltungen sollen Geimpfte, Genesene und negativ Getestete teilnehmen können. Bei Indoor-Veranstaltungen empfiehlt der Bund Deutscher Karnevalisten Zutritt nur für Geimpfte und Genesene. (mit dpa)