Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat angesichts der hohen Preissteigerungen weitere Entlastungen in Aussicht gestellt. „Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht von uns, dass wir sie damit nicht allein lassen“, sagte Scholz den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgemeinschaft sowie Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten (Dienstagausgaben).

„Die Probleme sind real und spürbar“, sagte der Kanzler mit Blick auf die hohe Inflation. „Vieles wird teurer, vom Benzin über die Ausgaben für das tägliche Leben.“ Scholz verwies auf die bereits beschlossenen zwei Entlastungspakete, fügte aber hinzu: „Und wenn es die Lage erfordert, werden wir weitere Entscheidungen zur ganz konkreten Entlastung treffen.“

Preise lagen im Mai 7,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats

Die Verbraucherpreise lagen im Mai 7,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Das hatte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag anhand vorläufiger Daten mitgeteilt. Damit verharrte die Inflation in Deutschland im dritten Monat in Folge über der Marke von sieben Prozent. Inflationsraten auf diesem Niveau gab es im wiedervereinigten Deutschland zuvor nicht.

Scholz versicherte, dass trotz der Zusatzausgaben wegen des Ukraine-Kriegs und der Corona-Krise zugesicherte Vorhaben wie das Bürgergeld, die Kindergrundsicherung oder das Vorantreiben des Wohnungsbaus ohne Abstriche umgesetzt würden. „Wir haben bereits angefangen, das dafür Notwendige zu tun“, sagte der Kanzler. „Und wir machen weiter.“