Paris - Angesichts der stark gestiegenen Spritpreise will Frankreich Teilen der Bevölkerung finanziell unter die Arme greifen. Wer weniger als 2000 Euro netto im Monat verdient, erhalte eine Einmalzahlung von 100 Euro, kündigte Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend im Sender TF1 an. Etwa 38 Millionen Menschen hätten somit Anrecht auf den Zuschuss, darunter auch Menschen ohne Arbeit oder in Rente. Das Geld solle automatisch überwiesen werden, etwa vom Arbeitgeber oder vom Arbeitsamt, sagte Castex. Die ersten Zahlungen sollen die Menschen Ende Dezember erhalten.

Die Preise für Benzin und Diesel sind in den vergangenen Wochen auch in Frankreich in die Höhe geschossen. Zuletzt lagen sie sogar über den Preisen vom Herbst 2018, als die „Gelbwesten“ ihre Demonstrationen wegen der hohen Spritkosten begannen und bald eine riesige landesweite Protestwelle über die Regierung und deren Reformpolitik hereinbrach.