Wegen der hohen Spritpreise warnen die deutschen Spediteure vor drohenden Masseninsolvenzen in ihrer Branche. „Es wäre eine Katastrophe, wenn der Tankrabatt verpufft“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Güterverkehr und Logistik, Dirk Engelhardt, der Bild am Sonntag. „Darauf zu setzen, dass die Öl-Multis den Dieselkraftstoff günstiger machen, ist einfach zu wenig und macht uns wirklich wütend.“

Für den sogenannten Tankrabatt wird die Energiesteuer auf Kraftstoffe ab Juni für drei Monate gesenkt. Damit soll Benzin laut Bundesfinanzministerium um 35,2 Cent billiger werden, Diesel um 16,7 Cent. Allerdings gibt es Befürchtungen, dass die Ölkonzerne die Preise womöglich nicht gleichermaßen senken.

So mahnte etwa der ADAC vor einigen Tagen, die Konzerne müssten „die Spielräume für Entlastungen“ voll ausschöpfen und an die Verbraucher weitergeben. Engelhardt forderte von der Bundesregierung zusätzliche Maßnahmen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) müssten „endlich etwas für den Mittelstand tun“, insistierte er.