PotsdamIm Landkreis Oberspreewald-Lausitz drohen schärfere Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Die Situation in dem Südbrandenburger Kreis, der landesweit Corona-Hotspot ist, spitzt sich seit Tagen zu. Am Mittwoch will der Kreis gemeinsam mit dem Klinikum Niederlausitz über die aktuelle Corona-Lage informieren und weitere Maßnahmen ankündigen. Aktuell sei nicht damit zu rechnen, dass sich das Infektionsgeschehen kurzfristig entspanne, hieß es vom Kreis vorab. Vor diesem Hintergrund steige die Notwendigkeit, das Infektionsgeschehen mit weitreichenderen Maßnahmen deutlich abzumildern.

Am Dienstag war die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner auf den Höchstwert von 450,76 gestiegen. Allein von Montag zu Dienstag wurden nach Angaben des Kreises 142 neue Corona-Fälle registriert. Das Klinikum befindet sich nach eigenen Angaben an seiner Kapazitätsgrenze. Seit Sonnabend sucht die Einrichtung öffentlich nach Helfern, um handlungsfähig zu bleiben.

Schon seit Montag gelten im Landkreis in Absprache mit dem Land Brandenburg über die neue Eindämmungsverordnung hinausgehende, verschärfte Anti-Corona-Maßnahmen. So gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Zudem muss in Grundschulen Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. An weiterführenden Schulen gibt es Wechselunterricht. Nach den neuen Regeln dürfen im Landkreis zudem Patienten in stationären Pflegeeinrichtungen höchstens einen Besucher täglich für maximal eine Stunde empfangen. Bestattungen dürfen nur im engsten Familienkreis stattfinden.