Berlin - Mit einer Demonstration in Berlin haben Hunderte Menschen am Samstag an einen Mann erinnert, der vor einer Woche bei Protesten gegen die Corona-Politik in der Hauptstadt an einem Herzinfarkt gestorben war. Laut Polizei zogen etwa 350 Menschen durch Kreuzberg und Mitte, Zwischenfälle wurden bis zum späten Nachmittag nicht bekannt. Auf Internet-Videos war zu sehen, dass sich an der Demonstrationsstrecke auch einige Gegendemonstranten versammelten. Angemeldet hatte den Gedenkmarsch nach Angaben der Polizei die Kleinstpartei „Die Basis“.

Am vergangenen Sonntag waren trotz Verbots großer Demonstrationen, darunter solchen sogenannter Querdenker, mehrere Tausend Menschen durch die Hauptstadt gezogen. Sie versammelten sich immer wieder in Gruppen in verschiedenen Teilen der Stadt, mehrfach kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und Polizeikräften. Ein 48-jähriger Mann starb nach seiner vorläufigen Festnahme bei einer „Querdenker“-Demonstration. Laut Generalstaatsanwaltschaft ergab die Obduktion einen Herzinfarkt als Todesursache.

Die Berliner Versammlungsbehörde hatte auch in dieser Woche diverse geplante Demonstrationen, darunter von „Querdenkern“, untersagt. Der Gedenkmarsch am Samstag gehörte nicht dazu.