Hunderte Einbrüche in Berliner Schulen pro Jahr

Früher standen in Schulen meist nur Stühle, Tische und Tafeln. Heutzutage sind Schulen auch mit elektronischen Geräten ausgestattet und damit Ziel von Dieben.

ARCHIV - Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.
ARCHIV - Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.David Inderlied/dpa/Symbolbild

Berlin-Zwischen 300 und fast 500 Einbrüche, versuchte Einbrüche und schwere Diebstähle gibt es jedes Jahr in Berliner Schulen. Der Höchstwert wurde zuletzt 2017 mit 470 entsprechenden Taten erreicht. Das geht aus der Antwort des Senats und der Polizei auf eine CDU-Anfrage hervor. Aber auch im vergangenen Jahr registrierte die Polizei 290 Einbrüche und Einbruchsversuche in Schulen, allein 55 im Bezirk Neukölln.

Die meisten Taten geschahen in den vergangenen Jahren in Reinickendorf, Pankow, Mitte und Neukölln. Gestohlen wurden vor allem Notebooks, Tablets, Handys und andere Computer, aber auch Schlüssel, Geldkassetten, Beamer und sogar Nahrungsmittel.

Dazu kamen jährlich zwischen 700 und mehr als 800 Fälle von Vandalismus, also Sachbeschädigungen mit dem Tatort Schule. Im vergangenen Jahr summierten sich die Taten auf 729, vorne lagen Pankow (100), Marzahn-Hellersdorf (85) und Reinickendorf (78). Rund 100 mutmaßliche Täter wurden von der Polizei ermittelt. In Berlin gibt es mehr als 800 Schulen.

Der Senat stellte fest: „Vandalismus an und Einbrüche in Schulen sind Kriminalitätsformen, die stadtweit und über alle Schulformen hinweg zu beobachten sind.“ Die Täter kämen häufig aus dem Umfeld der Schüler oder seien selbst Schüler oder ehemalige Schüler. Die Gründe für den Vandalismus reichten „erfahrungsgemäß von allgemeiner Zerstörungswut bis hin zu Frust über den eigenen schulischen (Miss)Erfolg“. Manche Taten würden auch aus bestimmten Gruppen und der sogenannten Gruppendynamik heraus begangen. Die Polizei bietet den Schulen viele Beratungen zum Einbruchschutz, zu Schließsystemen und der Schlüsselgewalt einzelner Mitarbeiter an.