Boulder Creek: Ein Feuerwehrmann löscht einen Brandherd. 
Foto: AP/dpa/Marcio Jose Sanchez

San FranciscoMehr als 560 Großbrände im US-Bundesstaat Kalifornien haben sich auf einer Fläche von mehr als 3000 Quadratkilometern ausgebreitet. Das berichteten US-Medien am Freitag (Ortszeit) unter Berufung auf Gouverneur Gavin Newsom und die Feuerwehr. Knapp 12.000 Feuerwehrleute waren demnach in dem Westküstenstaat im Einsatz. Fast 120.000 Menschen seien bereits angewiesen worden, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen, um sich vor den nahenden Flammen in Sicherheit zu bringen. Viele von ihnen werden wohl wochenlang nicht zurückkehren können, schrieb der „San Fransisco Chronicle“. Mindestens fünf Menschen seien bereits in Zusammenhang mit den Bränden ums Leben gekommen.

Zwei der Brandkomplexe gehörten bereits zu den größten der jüngeren Geschichte des Bundesstaates hieß es. Der LNU Lightning Complex im Napa Valley hat sich den Angaben zufolge bereits auf einer Fläche von 302.388 Acres (rund 1200 Quadratkilometer) ausgebreitet, der SCU Lightning Complex östlich des Silicon Valley auf 274.968 Acres (rund 1100 Quadratkilometer).

Blitzeinschläge bei großer Trockenheit gelten als Brandursache. Die Feuer richteten unter anderem in dem ältesten staatlichen Naturpark Kaliforniens, Big Basin Redwoods, der für seine riesigen Mammutbäume bekannt ist, Schäden an.

Kalifornien hat auch Hilfe aus dem In- und Ausland angefordert. Gouverneur Gavin Newsom habe Hilfe aus Australien, Kanada und mehreren US-Bundesstaaten angefordert, schrieben US-Medien.