Ein zerstörtes Fischerboot in Louisiana, USA
Foto: Caballero-Reynolds

Lake CharlesIn Haiti und in den USA sind bisher mehr als 40 Menschen direkt oder indirekt durch den Wirbelsturm Laura ums Leben gekommen. Das geht aus Informationen der Nachrichtenagentur AFP hervor.

Im Bundesstaat Louisiana im Süden der Vereinigten Staaten starben Gouverneur John Bel Edwards zufolge mindestens zehn Menschen. Bei fünf von ihnen war der Grund demnach eine Kohlenmonoxidvergiftung: Sie hatten tragbare Generatoren in Innenräumen verwendet. Vier Menschen starben durch umstürzende Bäume. Ein Mann ertrank, nachdem sein Boot im Sturm gesunken war.

Hunderttausende ohne Strom

Fast eine halbe Million Menschen in Louisiana sollen am Freitag noch ohne Strom gewesen sein. Im Bundesstaat Texas starben mindestens vier Menschen. Bei drei von ihnen soll ebenfalls eine Kohlenmonoxidvergiftung die Ursache gewesen sein. Laut des Betreibers einer Spielhalle in der Stadt Port Arthur handelte es sich anscheinend um Obdachlose, die dort Schutz gesucht und ihren Generator angeschaltet hatten.

Medienberichten zufolge starb am Freitagmorgen zudem ein weiterer Mann in Texas. Es war zuletzt jedoch noch unklar, ob sein Tod direkt mit dem Sturm in Verbindung steht. Laut des Senders CBS starb er, als ein Baum auf sein Wohnmobil fiel.

Laura war in der Nacht zum Donnerstag als Hurrikan der Stärke 4 auf der fünfstufigen Skala mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Stundenkilometern auf die US-Küste am Golf von Mexiko geprallt. Es war der stärkste Hurrikan in Louisiana seit mehr als 150 Jahren. Von dort aus zog Laura - inzwischen zum Tropensturm herabgestuft - nach Norden in Richtung des Bundesstaats Arkansas weiter.

Zuvor war Laura über die Karibik hinweggezogen. In Haiti erhöhte sich die Zahl der Todesopfer inzwischen auf 31, wie die Zivilschutzbehörde mitteilte.