Berlin - Mehrere hundert Frauen haben am Montag vor dem Brandenburger Tor in Berlin für Gleichberechtigung und Chancengleichheit demonstriert. Anlass war der Weltfrauentag, der in der deutschen Hauptstadt ein Feiertag ist. Auf Transparenten prangerten die Demonstrantinnen Morde, Vergewaltigungen und andere Gewalttaten gegen Frauen an. Themen waren auch Sexismus, Prostitution und Abtreibungen. Sprüche wie „8. März ist jeden Tag“ und „Ich töte meine Drachen selbst“ unterstrichen die Forderung nach mehr Emanzipation.

Vor der Gemäldegalerie machten Künstlerinnen auf Frauen im Kulturbetrieb aufmerksam. Sie forderten einen „faire share“, einen gerechten Anteil für Kunst von Frauen in Museen und Galerien. Dafür schrieben sie Namen von Künstlerinnen mit Kreide auf die Piazetta des Kulturforums und brachten sich mit ausgebreiteten Armen in Position. Zum Feiertag hatten Politikerinnen und Politiker auf die besondere Belastung von Frauen in der Corona-Krise hingewiesen. Insbesondere wurde davor gewarnt, dass Frauen in alte Rollenmodelle zurückgedrängt würden.

Der internationale Frauentag ist in Berlin seit 2019 offizieller Feiertag. Im Januar 2019 hatte das Abgeordnetenhaus diesem Vorschlag zugestimmt.