Identitäre: Martin Sellner besetzt mit Aktivisten Terminal von Nord Stream 2

Die Störer wollten die Pipeline öffnen. Polizei und Sicherheitskräfte stoppten sie.

Terminal der Ostseepipeline Nord Stream 2 in Lubmin.
Terminal der Ostseepipeline Nord Stream 2 in Lubmin.AP/Markus Schreiber

Die Polizei hat am Montag Aktivisten festgenommen, die das Terminal von Nord Stream 2 besetzt hatten. Unter den Störern war offenbar auch der österreichische rechtsextreme Aktivist und Sprecher der Identitären Bewegung, Martin Sellner.

Ein Video, das von einem Nutzer auf Twitter veröffentlicht wurde, zeigt Sellner vor dem Terminal in Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern. Hinter ihm stehen mehrere Personen mit einem Plakat mit der Aufschrift „Nord Stream 2 aufdrehen“.  Das Originalvideo hatte Sellner selbst in seinem Telegram-Kanal veröffentlicht. 

„Wir fordern die sofortige Öffnung von Nord Stream 2 und ein Referendum, einen Volksentscheid zur Energie-und Sanktionspolitik der Bundesrepublik“, so Sellner im Video. Weiter drohte er, die Pipeline selbst in Betrieb zu nehmen. „Wenn sie nicht Gas geben, dann geben wir Gas. Wir sind heute hier, um Nord Stream 2 aufzudrehen.“ In dem Video ist zu sehen, dass die Störer mit Pyro-Rauch ausgerüstet waren und sich vermummt hatten.

Wie die Schweriner Volkszeitung berichtet, nahm die Polizei die Aktivisten fest.

Das Zertifizierungsverfahren für die Ostseepipeline Nord Stream 2 ist derzeit auf Eis gelegt. Angesichts des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine ist eine Inbetriebnahme unwahrscheinlich.