Berlin - In Deutschland ist die Zahl der Kurzarbeiter nach Erkenntnissen des Ifo-Instituts gesunken. Im März seien 2,7 Millionen Menschen in Kurzarbeit gewesen, teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut am Mittwoch in München mit und berief sich auf eine eigene Schätzung. Im Februar habe die Zahl der Menschen in Kurzarbeit bei 2,9 Millionen gelegen. „Der Rückgang fand in fast allen Wirtschaftszweigen statt, insbesondere in der Industrie“, kommentierte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link.

Darüber hinaus hätten leichte Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auch im Handel und im Gastgewerbe zu einem Rückgang der Kurzarbeit geführt, sagte Link. Allerdings sei der Anteil der Kurzarbeiter im Gastgewerbe mit 50,8 Prozent weiter sehr hoch.

In der Industrie sei dieser Anteil vergleichsweise gering. Hier schätzt das Institut, dass 6,3 Prozent der Beschäftigten, also etwa 436.000 Personen, im März in Kurzarbeit waren. Für Februar kommen die Ifo-Forscher auf 494.000 Kurzarbeiter, was einem Anteil von 7,1 Prozent entspricht.