Berlin - In der Nacht zu Montag ist der sogenannte „Anti-Nobelpreis“ verliehen worden. Preisträger in der Kategorie „Medizin“ sind in diesem Jahr unter anderem die Forscher Professor Dr. Cem Bulut von den Heilbronner SLK-Kliniken und seinen Kollegen Dr. Ralph Hohenberger von der Uniklinik Heidelberg. Wie SWR Aktuell berichtet, sollen sie den Beweis erbracht haben, dass Orgasmen die Nasenatmung verbessern. Sie sind laut der Untersuchung genauso effektiv sind wie abschwellende Medikamente.

Für den Forscher Bulut ist klar, dass Sex mit Orgasmus bis zu 60 Minuten lang „den gleichen Effekt hat wie abschwellendes Nasenspray“. Eine Langzeitwirkung konnte allerdings nicht festgestellt werden. Bulut soll auf den Gedanken durch Selbstbeobachtung gekommen sein. 

Ig-Nobelpreis ist satirische Auszeichnung

An der Studie beteiligten sich letztes Jahr 36 Freiwillige. Mit einem mobilen Gerät wurde unter anderem die Nasenatmung vor und nach dem Sex gemessen. Hintergrund der Wirkung sei, dass Geschlechtsverkehr eine Art sportliche Betätigung sei. Es sei aber auch mit Erregung und Hormonen verbunden. Die Kombination habe eine abschwellende Wirkung: der Nasenspray-Effekt. Davon profitierten allerdings nur die Menschen, die schon von vornherein schlecht Luft bekommen haben.

Hinter dem Ig-Nobelpreis steckt die renommierte US-Amerikanische Harvard-Universität. Es ist eine satirische Auszeichnung, um wissenschaftliche Leistungen zu ehren, die „Menschen zuerst zum Lachen, dann zum Nachdenken bringen“.