Müll in der Hasenheide.
Foto: Berliner Zeitung/Benjamin Pritzkuleit

BerlinNach der illegalen Party in der Berliner Hasenheide Ende Juli schätzt der Bezirk Neukölln die Kosten für Reinigung und Schäden an Pflanzen auf knapp 88.000 Euro. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Innenverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des FDP-Abgeordneten Bernd Schlömer hervor, über die der Berliner Kurier berichtet und die der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt.

„Spätestens mit dieser Bilanz sollte allen klar sein, dass Partys in Grünanlagen keine Option sind“, sagte Bezirksbürger Martin Hikel (SPD) auf dpa-Anfrage. Bei der Party hatten nach Polizeiangaben rund 3000 Menschen im Park gefeiert, die Auflösung dauerte mehrere Stunden. Auf eine Frage Schlömers zu den Kosten für den Polizeieinsatz schrieb die Innenverwaltung, diese würden nicht gesondert erhoben.

Laut Aufstellung des Bezirks wurden in dem Park die gerade erneuerte Rasenflächen komplett zerstört, Kostenpunkt rund 40.000 Euro (netto). Flächen mit Sträuchern seien großflächig zerstört worden, was Kosten von geschätzt 30.000 Euro (netto) mit sich bringe. Unter anderem mussten Flächen wegen Fäkalien gewässert und Glasscherben, Konfetti, Kronkorken und Kippen abgeharkt werden. 

„Unorganisierte Zusammenkünfte wie die illegale Party in der Hasenheide sind höchst riskant und aktuell unangebracht, auch wenn sich einige danach sehnen sollten“, erklärte FDP-Politiker Schlömer. Unter anderem in der Hasenheide feierten Menschen über den Sommer wiederholt illegale Partys. Polizei und Ordnungsamt zeigten nach dem Vorfall Ende Juli verstärkt Präsenz.