Die Balearen-Regierung will schärfer gegen illegale Partys auf den beliebten Urlaubs- und Partyinseln Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera vorgehen. Wie die Mallorca-Zeitung berichtet, sieht ein neuer Bußgeldkatalog hohe Strafen für Veranstalter, Partygäste und Ferienvermieter vor.

Viele illegale Partys auf Ibiza

Wer an einer nicht genehmigten Feier teilnimmt, für die Eintrittsgeld erhoben wurde, kann mit 300 bis 3000 Euro belangt werden. Auch die Organisation, Vermarktung oder Werbung für die Teilnahme an solchen Partys wird bestraft. Das Bußgeld liegt zwischen 3000 und 30.000 Euro und kann in manchen Fällen sogar 300.000 Euro erreichen. Eigentümer der Grundstücke oder Immobilien müssen ebenfalls mit einem Bußgeld rechnen, wenn sie diese für die Veranstaltungen vermieten.

Der Bußgeldkatalog soll vor allem den illegalen Partys auf Ibiza ein Ende bereiten. Diese werden häufig in Ferienhäusern oder ländlichen Anweisen veranstaltet. Laut Balearen-Regierung stellen sie einen unlauteren Wettbewerb für die eigentliche Partyindustrie dar.

Die neue Verordnung unterscheidet klar zwischen privaten Familienfeiern und kommerziellen Partys, die illegal veranstaltet werden. Allerdings darf die Polizei auch bei illegalen Partys nicht einfach das Grundstück betreten.  Stattdessen müssen die Beamten darauf warten, bis die Feier vorbei ist, um die Veranstalter und die Teilnehmer zu belangen.