OranienburgAm kommenden Mittwoch, 18. November, soll im Oranienburger Ortsteil Lehnitz eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden. Aufgrund der möglichen Gefahr, die von dem Sprengkörper ausgeht, müssen etwa 5000 Menschen mitten im Lockdown in Sicherheit gebracht werden. Dabei müssen die Einsatzkräfte auch auf die verhängten Corona-Maßnahmen achten, was die Evakuierungen erschweren könnte. 

Die Stadt Oranienburg bereitet sich damit auf die 212. Bombenentschärfung seit der Wende vor. Die 500-Kilo-Bombe war im Inselweg im Ortsteil Lehnitz entdeckt worden. In diesem Bereich wurden in der Vergangenheit ähnliche Sprengkörper entdeckt.

Bewohner müssen ab 8 Uhr ihre Häuser verlassen

Es soll ein Sperrkreis von 1000 Metern eingerichtet werden, sagte Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) bei einer Videokonferenz am Donnerstag. Die rund 5000 betroffenen Anwohner müssen bis um 8 Uhr ihre Häuser und Wohnungen verlassen haben, hieß es. 

Die Corona-Pandemie stelle die Behörden vor besondere Herausforderungen. Es sei nicht so einfach, so viele Menschen mit gebotenen Platz vernünftig unterzubringen, sagte Laesicke. Der Bürgermeister machte aber auch deutlich, dass eine Verschiebung der Entschärfung bis ins kommende Frühjahr nicht infrage komme, da eine akute Gefahrenlage bestehe.