Immobilien: Diese deutschen Städte sind besonders überteuert

Experten der Schweizer Großbank UBS warnen vor einem Platzen der Immobilienblase. In einigen Städten ist die Gefahr besonders hoch.

Frankfurt am Main gehört zu den teuersten Städten im UBS-Ranking.
Frankfurt am Main gehört zu den teuersten Städten im UBS-Ranking.AP/Michael Probst

Die Schweizer Großbank UBS hat in ihrem „Global Real Estate Bubble Index“ vor einer sogenannten „Crash-Gefahr“ in Städten mit besonders teurem Wohnraum gewarnt. Die Experten warnen vor einem Platzen der Immobilienblase – in einigen Städten ist die Gefahr besonders hoch. 

Besonders zwei deutsche Städte schätzen die Experten der UBS als besonders überteuert ein: München und Frankfurt am Main. Der Analyse zufolge weisen die beiden Städte ein besonders hohes Blasenrisiko auf. 

Wohnungsmarkt in München „stark überhitzt“

In dem UBS-Ranking werden fünf Merkmale gewertet: Der Immobilienpreise im Verhältnis zum Einkommen und die Preise im Verhältnis zur Miete (fundamentale Bewertung), die Veränderung des Verhältnisses von Hypotheken zum Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Veränderung des Verhältnisses von Bauvolumen zum BIP (wirtschaftliche Verzerrung) und der relative Preis-Stadt-zu-Land-Indikator.

Unter den ausgewählten Städten liegt Frankfurt auf Platz zwei – knapp hinter der kanadischen Stadt Toronto. München liegt auf Platz vier, hinter der Schweizer Bankenstadt Zürich.

Tatsächlich stehen in Frankfurt kaum noch Wohnungen leer, Wohnraum bleibt also weiter knapp. Doch das Bevölkerungswachstum stagniere, so die UBS. Zudem würden Investitionen in Mietobjekte zunehmend unattraktiv. In München sei der Wohnungsmarkt weiterhin „stark überhitzt“ und weise das „höchste Preis-Miet-Verhältnis aus“. 

Experten: „Boom geht zu Ende“

In München muss ein qualifizierter Dienstleistungsarbeiter im Durchschnitt 10 Jahre arbeiten, um eine 60 Quadratmeter große Wohnung in der Nähe des Stadtzentrums kaufen zu können. In Frankfurt sind es acht Jahre, beim Spitzenreiter Hong Kong ganze 24. 

Doch: „Der Boom geht zu Ende“, sagt Michael Kunkel, UBS-Chefanlagestratege in Deutschland. Das Risiko einer Immobilienblase sei in Frankfurt und München weiterhin so hoch wie in kaum einer anderen Metropole auf der Welt.