Berlin - Für den Wahltag am 26. September haben sich tausende Berliner gemeldet, die Wahlhelfer werden wollen. Allein in Steglitz-Zehlendorf sind Wahlamtschef Joachim Stürzbecher zufolge 1400 Bewerbungen eingegangen. Wie der Tagesspiegel berichtet, könnte der Grund für den Ansturm in dem Impfangebot liegen, das Wahlhelfer bekommen. 

So sieht die Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums eine Priorisierung von Wahlhelfern in Gruppe 3 der Impfberechtigten vor, heißt es. Zur Gruppe 3 gehören üblicherweise alle über 60-jährigen Berliner. Dies gilt seit der Änderung der Verordnung vom 8. März. Die Hauptstadt benötigt zum Wahltag 34.000 ehrenamtliche Wahlhelfer. Denn gewählt wird nicht nur der Bundestag, sondern auch die Bezirksverordnetenversammlung und das Berliner Abgeordnetenhaus. Abgestimmt wird womöglich auch über einen Volksentscheid bezüglich der Enteignung großer Wohnkonzerne. 

Laut Bundesregierung sollen bereits bis zur Wahl die meisten Bürger geimpft sein. Dennoch setzen die Wahlbehörden auf das vorgezogene Impfangebot für Wahlhelfer. Denn, so Geert Baasen von der Landeswahlleitung gegenüber der Zeitung: „Wir müssen unsere Mitarbeiter schützen, die Wahl darf kein Superspreader-Event werden.“ Ein Grund, warum so viele Wahlhelfer gesucht werden sei, dass man die Abstimmung pandemiebedingt „entzerren“ wolle, heißt es in dem Bericht.