Berliner Feuerwehrmänner zu Impfnebenwirkungen: „Da stimmt was nicht“

In einem Video berichten zwei Männer, die wohl zur Feuerwehr Berlin gehören, zudem von einem „Klima der Angst“ innerhalb der Behörde. Jetzt hat sich die Feuerwehr dazu geäußert.

Ein Berliner Feuerwehrmann.
Ein Berliner Feuerwehrmann.dpa/Christoph Söder

Ein Video sorgt aktuell für Aufruhr. Darin zu sehen sind zwei Männer, die nach eigenen Angaben bei der Feuerwehr Berlin arbeiten. In dem Video mit dem Titel „Berliner Feuerwehr: Warum schweigen die Retter? “ wird die bestehende Impfpflicht bei der Feuerwehr scharf kritisiert. Die Männer wurden in dem Video unkenntlich gemacht. Einer der Männer sagt, er habe „Angst davor, was die Behördenleitung mit uns macht, wenn wir den Mund aufmachen“. Bei Youtube wurde das Video mittlerweile gelöscht.

Der Mann ist nach eigener Aussage Rettungssanitäter und seit vielen Jahren bei der Berliner Feuerwehr. Als er zu Beginn der Corona-Krise die Bilder im Fernsehen gesehen habe, sei er in Sorge gewesen: „Am Anfang hat es geheißen: Corona kommt aus China, es ist gefährlich. Leute sterben, wir fahren Leichen mit Lkw in die Pathologie, so fing das ja alles an.“ Als die ersten Corona-Fälle in Deutschland und Berlin auftraten, habe man sich „komplett mit Schutzausrüstung angezogen, na klar“, so der Mann weiter. „Man hatte Sorge: Was passiert, wenn ich es kriege?“ Nach zwei bis drei Monaten habe sich für ihn „aber herauskristallisiert, dass dieses Virus nicht so tödlich ist, wie er uns verkauft wird“.

Die Intensivstationen seien „bereits vorher überlastet gewesen und sind es immer noch“. Auch die Pflege, so der Mann, war „schon vorher überlastet und ist es immer noch“. Dann sagt der Mann: „Und niemand hört uns zu! Ein Applaus hat niemandem geholfen.“

Auch das Thema Impfnebenwirkungen wird in dem Video angesprochen. So sagt einer der Männer, er habe erst kürzlich mit einem älteren Herren gesprochen, der vierfach geimpft sei. Er habe ihm gesagt, es gehe ihm „mit jeder Imfpung schlechter“. Der andere Mann in dem Video sagt: „Das mit den Nebenwirkungen ist eine schwierige Sache, weil man eben nicht erfährt, was im Krankenhaus herausgekommen ist.“

Sind die Männer wirklich Berliner Feuerwehrmänner?

Bei einem möglichen Verdacht auf Impfnebenwirkungen sei es für die Ersthelfer „schwierig zu sagen: Sind es Impfnebenwirkungen? Ist es eine Vorerkrankung? Oder ist es einfach ein plötzlich auftretendes Ereignis?“ Sein Bauchgefühl und seine Einsatzerfahrung würden ihm jedoch sagen: „Da stimmt was nicht.“

Ist das Video echt? In einer Einstellung des Videos sind im Hintergrund zumindest ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Berlin sowie Schutzanzüge der Feuerwehr zu sehen. In einer anderen Einstellung sind im Hintergrund blaue Spinde zu erkennen, in denen Rettungsdienstkleidung aufbewahrt wird. Diese Spinde sind in nahezu allen Berliner Feuerwachen zu finden. Zudem trägt einer Männer einen Pullover, auf dem das Logo der Feuerwehr Berlin  zu erkennen ist. Wer das Video produziert hat, wann und wo genau es aufgenommen wurde und wie viele Menschen innerhalb der Berliner Feuerwehr darüber Bescheid wussten, war am Montag zunächst unklar. 

Feuerwehr Berlin prüft Maßnahmen und weitere Schritte

Am frühen Abend bezog die Feuerwehr Berlin Stellung. In der Mitteilung heißt es zu dem Video, in diesem „werden nicht akzeptable Aussagen zur Corona-Pandemie und teilweise auch politische Botschaften getätigt.“ Und weiter: „Die Berliner Feuerwehr distanziert sich ausdrücklich von allen Inhalten des Videos und den darin getätigten Äußerungen und Darstellungen.“

Zum Sachstand sei „derzeit folgendes bekannt: Die Protagonisten tragen augenscheinlich Dienstkleidung der Berliner Feuerwehr, die Stimmen wurden technisch verzerrt und Gesichter sind nicht erkennbar. Die Aufnahmen sind offenbar in Dienstgebäuden der Berliner Feuerwehr entstanden.“ Unmittelbar nach Bekanntwerden des Videos habe die Berliner Feuerwehr „eine Bewertung der Aufnahme veranlasst. Alle weiteren Maßnahmen werden derzeit in der zuständigen Fachabteilung geprüft. Selbstverständlich werden weitere Schritte eingeleitet, sofern diese geboten sind.“