Berlin - Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, dem die Zuständigkeit für Impfstoffe obliegt, ist zuversichtlich, dass die aktuellen Impfstoffe relativ schnell für Corona-Mutationen optimiert werden können. Dies geht aus einem Bericht der Bild-Zeitung hervor. Demnach hat die EU-Kommission Gesetze vorgeschlagen, nach denen die verbesserten Impfstoffe auch ohne Neuzulassung auf den Markt kommen könnten. Dem Bericht zufolge sind keine umfassenden Studien mit Tier- und Laborversuchen notwendig. Es würde lediglich untersucht, wie das Immunsystem auf die Impfstoffvariante reagiere. Dies geschehe mithilfe von Blutuntersuchungen, hieß es. 

Auch Ugur Sahin, Chef des Impfstoffherstellers Biontech, äußerte sich optimistisch: Oft sei kein stark veränderter Impfstoff notwendig. Indem man die Wirksamkeit der Vakzine verstärke, könne man ebenfalls bessere Ergebnisse erzielen. Cichutek befürwortet außerdem den Einsatz verschiedener Impfstoffe nacheinander bei einer zu impfenden Person.