Berlin - Vor dem angekündigten Schub bei den Corona-Impfungen stagniert das Tempo der Impfkampagne in Deutschland derzeit weiter. Laut Robert Koch-Institut wurden zuletzt rund 268.000 Impfdosen an einem Tag verabreicht. Es handelt sich dabei um den Wert vom Dienstag – vier Tage nach dem Ende des knapp viertägigen Astrazeneca-Impfstopps. Am Dienstag vor dem Impfstopp waren es 248.000 Dosen, am Freitag vor dem Stopp 304.000 Dosen. Von Land zu Land ist es dabei unterschiedlich, wie viel von dem gelieferten Serum bisher tatsächlich verimpft wurde.

Der Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hatte wiederholt gewarnt, dass die Gefährdetsten für schwere Covid-19-Verläufe benachteiligt würden. Den Grund sah Mertens darin, dass etwa Lehrkräfte, Erzieher oder Polizisten vorrangig geimpft würden, auch wenn sie jung und gesund seien. In Berlin wurde der Kreis der Impfberechtigten zunächst auf Kitakräfte und Mitte März auf Grundschullehrkräfte ausgedehnt.

Bis zu 73 Millionen Impfdosen im zweiten Quartal erwartet

In der Woche nach Ostern sollen nach einem Bund-Länder-Beschluss von vergangener Woche auch die Hausärzte flächendeckend in die Corona-Impfkampagne einsteigen, allerdings zunächst nur mit knapp einer Million Dosen in der Woche, rund 20 Dosen für jede Praxis. Die Lieferungen sollen nach Ostern dann aber Schritt für Schritt deutlich ansteigen. Im April sollen laut Bundesgesundheitsministerium bis zu 15,3 Millionen Dosen Impfstoff geliefert werden – nur 4,5 Millionen weniger als im gesamten ersten Quartal.

Mit erwarteten 70,5 bis 73,5 Millionen Corona-Impfdosen sollen im bevorstehenden zweiten Quartal deutlich mehr Menschen in Deutschland geimpft werden können, wie das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Homepage mitteilte. Im ersten Quartal waren es 19,8 Millionen Dosen.