Berlin - Das Vereinbaren von Terminen für die Berliner Impfzentren in der Hauptstadt klappt oft nicht beim ersten Anruf. Das räumte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) ein. Grundsätzlich funktioniere das System aber, sagte die Politikerin im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. Unter anderem aus der Opposition hatte es zuvor den Hinweis auf Schwierigkeiten bei Terminvereinbarungen und auf lange Wartezeiten in der Hotline gegeben.

„Wir haben bisher in unserem Callcenter 95.000 Anrufe gehabt“, so Kalayci. Der Spitzenwert habe bei 19.000 Anrufen pro Tag gelegen. Im Durchschnitt soll die Wartezeit 1,17 Minuten betragen haben. Bisher wurden der Senatorin zufolge mehr als 49.000 Termine gebucht: „Das heißt nicht, dass es nicht zu bestimmten Stoßzeiten mal eng wird mit Buchungen.“

Weiter sagte sie: „Dass man nicht sofort durchkommt, sondern zweimal anrufen muss oder dreimal je nach Stoßzeit, wann man anruft, ist normal.“ Für die Arena seien derzeit noch Termine buchbar, für die Messe nicht mehr. Der Kalender soll schrittweise für Termine bis Ende März geöffnet worden, so die Politikerin: „Je mehr Impfdosen wir bekommen, umso mehr Termine können vereinbart werden.“ Kalayci sagte, die Callcenter seien vom ersten Tag an sehr gut ausgestattet gewesen. Dort arbeiten demnach mehr als 550 Personen. 

Kritik an Unsicherheit bei Lieferungen

Darüber hinaus kritisierte Kalayci im Gesundheitssausschuss, dass es mit Blick auf die Lieferungen des Impfstoffs von Biontech und Pfizer nach wie vor große Unsicherheit gebe. Die Nachricht am vergangenen Freitag, dass der Lieferplan nicht sicher sei, sei ein Schock gewesen: „Wir können nicht den Terminkalender öffnen, Termine machen auf Grundlage eines Lieferplans von Biontech, vom Bundesgesundheitsministerium, und dann heißt es, die Lieferungen kommen nicht.“ Das sei wirklich ein „Ober-Gau“.

Die Gesundheitssenatorin sagte: „Auf unsere Frage ‚Was heißt denn reduziert, kriegen wir nur ein Drittel, die Hälfte oder 20 Prozent weniger?‘ haben wir keine Aussage bekommen.“ Inzwischen gebe es die Information, dass die für Montag für Berlin zugesagte Lieferung sicher sei: Das heiße, man rechne mit der nächsten Tranche von 29.250 Dosen Biontech-Impfstoff.

Aber die nächste Lieferung in der kommenden Woche werde wahrscheinlich geringer ausfallen, so Kalayci: „Die Frage, wie viel geringer, wissen wir nicht. Wann genau wird diese fehlende Menge nachgeholt? Wissen wir nicht.“ Es sei ein großes Problem für das Impfmanagement, dass die Lieferpläne nicht sicher seien.