Berlin - Die sechs Impfzentren in Berlin werden später fertig. Das sagte der Organisator der Zentren, Albrecht Broemme, am Montag dem RBB. Demnach stehen die Impfzentren voraussichtlich erst am 21. Dezember bereit, nicht, wie ursprünglich geplant, bereits Mitte Dezember. Schon vergangene Woche hatte Broemme gegenüber der Berliner Zeitung angekündigt, dass nur vier der insgesamt sechs Impfzentren in dieser Woche fertig würden. Es gebe Verzögerungen bei Spezialaufbauten.

Da der Corona-Impfstoff in der EU noch nicht zugelassen ist, kann aber ohnehin noch nicht mit dem Impfen begonnen werden. Laut dem RBB wird aktuell damit gerechnet, dass mit den Impfungen am 4. Januar begonnen werden kann. Ab dem 28. Dezember sollen mobile Impfteams bereit stehen, um dort zu impfen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) strebt einen Impfbeginn noch im Dezember an. Wir tun alles dafür, sagte er am Montag.

Berlin wird zum Auftakt nicht die ursprünglich anvisierten 900.000 Impfdosen erhalten, sondern nur 720.000, wie die Senatsgesundheitsverwaltung mitteilte. Damit können nicht, wie vorgesehen, 420.000 Berliner in der ersten Phase zweimal innerhalb von drei Wochen geimpft werden. Die Zahl werde deutlich darunter liegen, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci.

Laut der aktuellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Institutes sollen zunächst Senioren über 80 Jahre, Pflegeheimbewohner sowie Klinik- und Altenheim-Personal mit höchstem Infektionsrisiko geimpft werden. Bundesweit sind das 8,6 Millionen Menschen. In Berlin gibt es laut Statistik etwa 390.000 Einwohner über 75 Jahre. Etwa 100.000 Berliner arbeiten in Kliniken und in der Pflege.