Berlin - Ab Mitte Dezember können in Berlin weit mehr Menschen gegen Corona geimpft werden. Wie der Projektleiter der Corona-Impfzentren, Albrecht Broemme, im RBB-Inforadio sagte, sei der Ausbau des Impfzentrums im ICC dann abgeschlossen. Gleichzeitig bleibe das Berliner Messegelände als Impfzentrum erhalten. So könne es täglich etwa 3000 Impfungen mehr geben als geplant. „Je mehr Impfungen wir an diesen gut organisierten Impfstellen anbieten können, desto effektiver ist das“, meinte Broemme mit Blick auf die angespannte Situation in Hausarztpraxen.

Durch die Absage der Grünen Woche, die im Januar auf dem Messegelände stattfinden sollte, bleibe das Messegelände als Impfzentrum erhalten.

Broemme zeigte sich zugleich erleichtert darüber, dass Berlin auch in der ruhigeren Phase der Corona-Pandemie zwei der insgesamt sechs Impfzentren nicht geschlossen hat. Nun ginge es darum, Impfprozesse zu optimieren und – ohne Hektik zu verursachen – die Durchlaufzeit für die jeweiligen Impflinge zu verkürzen.

Impfstelle in Marzahn startet am Montag

Am Montag soll eine weitere Impfstelle im Freizeitforum Marzahn mit einer Kapazität von 600 täglichen Impfungen starten und am Freitag außerdem eine Impfstelle an der Trabrennbahn in Berlin-Karlshorst, in der 1000 Immunisierungen pro Tag möglich sind. 

In den Berliner Impfzentren und Impfstellen wird Biontech-Impfstoff seit Samstag an im wesentlichen nur noch an Menschen unter 30 Jahren und an Schwangere verabreicht. Alle anderen Termine, also insbesondere Erstimpfungen und Auffrischimpfungen für über 30-Jährige, würden mit Moderna gemacht, sagte Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz (SPD). „Selbst wenn auf der Terminbuchung Biontech draufstand. Das ist einfach erforderlich. Wir können's nicht anders machen.“