„Sie verstehen es nicht anders“, tönt ein Gast in der Nachrichtensendung „60 Minuten“ im russischen Staatssender Rossija 1. Eine Karte wird eingeblendet, auf der Ziele wie Paris, London und Berlin gezeigt werden. Das Erschreckende: Darüber stehen die Zahlen, wie lange eine Atombombe angeblich bis in die europäischen Städte braucht.

Die Simulation zeigt, dass Putin innerhalb von 200 Sekunden einen Angriff starten könnte, der keine Überlebenden hinterlässt.

Erstmals wurde im russischen Staatsfernsehen so konkret über einen Nuklearschlag gegen Deutschland, Frankreich und Großbritannien gesprochen.

Olga Skabeyeva und Ehemann Evgeny Popov zusammen mit ihrem Gast Aleksey Zhuravlyov, Parteivorsitzender der Rodina, sind die Hauptakteure in dem von US-Journalistin Julia Davis in den Sozialen Medien geteilten Video-Ausschnitt.

Sarmat-Rakete kann weltweit Ziele anvisieren

Vor wenigen Wochen testete Russland die ballistische Interkontinentalrakete vom Typ „Sarmat“ - die Waffe kann mit nuklearen Sprengköpfen ausgestattet werden und verfügt über eine sehr hohe Reichweite. Außerdem kann sie „alle modernen Luftabwehrsysteme umgehen“, so Putin.

Auch in dem Clip wird über die Rakete gesprochen. „Eine Sarmat-Rakete und die britischen Inseln werden nicht mehr sein“, droht Zhuravlyov.

Deutschland wird Neonazismus vorgeworfen

Nach anfänglichem Zögern von Bundeskanzler Olaf Scholz ist Deutschland mittlerweile bereit, die Ukraine mit schweren Waffen zu unterstützen.

Im russischen Staatsfernsehen behauptet ein Militärexperte, Deutschlands Bereitschaft, 88 Panzer an die Ukraine zu liefern, beweise endgültig, dass es „den Weg des Neonazismus gewählt“ habe, basierend auf nichts anderem als der Numerologie, die sie mit Hitlers ‚Mein Kampf‘.“ In rechtsradikalen Kreisen gilt die Zahl als Synonym für „Heil Hitler“, da das „H“ der achte Buchstabe im Alphabet ist.