In Brandenburg ausgestorben: 500 Jung-Störe in Oder ausgesetzt

Das Land Brandenburg investiert etwa 600.000 Euro, um in heimischen Gewässern wieder Störe anzusiedeln. Die Fische können bis zu 100 Jahre alt werden.

In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern werden die Fische gezüchtet, um sie dann auszusetzen (Symbolbild).
In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern werden die Fische gezüchtet, um sie dann auszusetzen (Symbolbild).imago/blickwinkel

Potsdam-500 junge Baltische Störe sind am Freitag in die Oder entlassen worden. Damit solle der Bestand im Einzugsgebiet des Flusses stabilisiert werden, teilte das Umweltministerium mit. Ziel sei der Aufbau einer sich langfristig selbst erhaltenden Population.

Der Stör ist ein Wanderfisch, er kann bis zu 100 Jahre alt werden. Er verbringt die längste Zeit seines Lebens im Meer und wandert zum Laichen in Flüsse. Aufgrund seines Kaviars zählt er zu den teuersten Fischen der Welt.

Brandenburg: Störe sollen wieder heimisch werden

Er sei ein lebendes Fossil, das bereits vor über 200 Millionen Jahren existierte, sagte Umweltminister Axel Vogel (Grüne). Noch vor etwa 100 Jahren sei er in der Region heimisch gewesen. Wegen Verschmutzung der Gewässer und Überfischung starben die Wanderfische hier aus.

Seit Jahren gibt es nach den Angaben Bemühungen, den Stör an Elbe und Oder wieder heimisch werden zu lassen. Die sogenannten Satzfische werden in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in einem Projekt herangezogen, das beide Länder mit Mitteln aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds unterstützen. Bis Ende 2022 stellt Brandenburg dafür knapp 600.000 Euro bereit.