In Frankreich werden Benzin und Diesel knapp

Betroffen seien rund ein Fünftel der Tankstellen. Um weiterhin die Logistik zu gewährleisten, wurde für das Wochenende das Fahrverbot für Tanklaster aufgehoben.

Im französischen Lille stehen Autofahrer an einer Tankstelle Schlange, um Benzin zu kaufen.
Im französischen Lille stehen Autofahrer an einer Tankstelle Schlange, um Benzin zu kaufen.dpa/Michel Spingler

Da an vielen Tankstellen in Frankreich der Sprit knapp wird, dürfen nun auch am Wochenende Tanklaster fahren. Das Fahrverbot für Fahrzeuge mit mehr als 7,5 Tonnen, die Kohlenwasserstoffprodukte transportieren, sei bis Montag aufgehoben, hieß es in einem in der Nacht zu Samstag veröffentlichten Erlass. Einer der Hauptgründe für die derzeitigen Versorgungsprobleme mit Kraftstoff dürfte der Streik in drei der sechs französischen Raffinerien sein, der bereits seit mehreren Tagen andauert.

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Medienberichten zufolge sind bis zu 20 Prozent der Tankstellen von Benzin- oder Dieselknappheit betroffen. Besonders im Norden Frankreichs und der Region Paris kommt es demnach verstärkt zu Engpässen. Auch der derzeit in Frankreich geltende Tankrabatt hat teilweise zu einem Ansturm vor allem in Grenzregionen geführt.

Umweltminister Christophe Béchu forderte „Ruhe und Verantwortung“ und versicherte am Samstag in einem Interview mit dem Fernsehsender Franceinfo: „Die Situation sollte sich weiter verbessern.“ Landesweite Beschränkungen seien derzeit nicht geplant.