Berlin - Zum Gedenken an tödlich verunglückte Motorradfahrer sind nach Veranstalterangaben rund 550 Biker in einem Korso durch Berlin gerollt. Die Polizei sprach von „rund 400 Fahrzeugen“. Die Gedenkfahrt der ökomenischen Organisation „Christ und Motorrad“ startete mit etwas Verspätung gegen 11.30 Uhr in Mariendorf.

Die Fahrer hatten schwarze Bänder an den Lenkern oder Rückspiegeln befestigt, um an die toten Motorradfahrer zu erinnern. „Wir wünschen uns mehr Motivation zur gegenseitigen Rücksichtnahme von allen Verkehrsteilnehmern“, sagte ein Sprecher. Die meisten Unglücke seien durch Fremdverschulden passiert, beispielsweise durch Autos, die ohne Anzeige die Spur wechseln. In der Matthäuskirche in Steglitz war zum Mittag ein Gedenkgottesdienst geplant. Die Fahrt durch Berlin verlief nach Polizeiangaben vom Sonntagmittag zunächst ohne Störungen.