KleveIm Fall des in einem Gefängnis in Nordrhein-Westfalen gestorbenen Syrers Amad A. haben die Eltern einem Medienbericht zufolge Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Wie der WDR meldet, vermuten sie, dass „gezielt Spuren vernichtet werden sollen“.

Amad A. war 2018 nach einer Verwechslung in die Justizvollzugsanstalt (JVA) Kleve gekommen und nach einem Zellenbrand gestorben. An der offiziellen Darstellung der Behörden gibt es seit langer Zeit Zweifel. Die Eltern gehen dem Bericht nach davon aus, ihnen könnten Informationen vorenthalten worden sein.

Laut WDR ließen A.s Eltern über ihre Anwälte mitteilen, die „erschreckenden Nachrichten über rechtsextreme Chat-Gruppen in der nordrhein-westfälischen Polizei verdeutlichen erneut, dass auch im Fall des Amad A. sämtliche Straftaten und Missstände aufgeklärt werden müssen“. Im Landtag von Nordrhein-Westfalen läuft seit zwei Jahren ein Untersuchungsausschuss in der Angelegenheit.