Berlin - In der Sat.1-Show „Buchstaben Battle“ hat die Moderatorin und Autorin Ruth Moschner das Wort Zuschauer:innen gegendert ausgesprochen. Daraufhin wurde sie im Netz massiv angegriffen. Einen Screenshot einer der wütenden Botschaften teilte die Moderatorin nun auf Instagram. Und bietet ihren Kritiker Paroli.

„Hallo Frau Moschner, grundsätzlich finde ich Sie klasse“, heißt es in der Botschaft des Mannes, der sich von dem gegenderten Wort offenbar massiv gestört fühlt. „Allerdings haben Sie heute Zuschauer:innen nervig gegendert.“ Der Absender fühlte sich von der geschlechtergerechten Sprache offenbar so gestört, dass er „nicht mal mehr dort reinzappen“ werde. „Bitte das Gendern lassen und unsere Sprache nicht weiter filetieren. Danke!“

„Erster Schritt, um Ladies mit ins Boot zu holen“

Doch Moschner denkt offenbar gar nicht daran, sich vorzuschreiben zu lassen, wen sie anspricht und wen nicht. Sie erklärte, es sei „tragisch“, dass Frauen im Jahr 2021 noch immer nur als Anhängsel in der deutschen Sprache stattfänden. „Ich selbst hätte auch gerne eine neue ebenbürtigere Wertschöpfung, betrachte das Gendern aber als ersten Schritt, Ladies mit ins Boot zu holen“, schreibt die Moderatorin zu dem Screenshot. Frauen gehörten nun mal zur Gesellschaft dazu. „Und Männer können das doch aushalten.“

Dann teilt sie direkt gegen den Absender der Nachricht aus: „Sollten Sie also Ihre Männlichkeit nach meinem verbalen Filetieren wiedergefunden haben, freue ich mich, wenn Sie wieder einschalten. Betrachten Sie es als Konfrontationstherapie. Stellen Sie sich Ihrer Angst. Ich glaube an Sie!“

Für ihre Nachricht bekam Ruth Moschner in den sozialen Medien viel Zuspruch. Zahlreiche TV-Gesichter solidarisierten sich mit ihr. Schauspieler und Moderator Jochen Schropp kommentierte beispielsweise: „Ich finde es toll, dass du das machst.“