Die Geheimdienst-Aktivitäten fremder Staaten in Deutschland nehmen zu.
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StuttgartDas Bundesinnenministerium warnt einem Bericht zufolge vor den Folgen zunehmender Geheimdiensttätigkeit im Inland. „Die Bedrohungslage für Deutschland durch Spionage, staatliche Einflussnahme und andere nachrichtendienstliche Aktivitäten verschärfte sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich“, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Benjamin Strasser, wie die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten berichten.

In den vergangenen fünf Jahren leitete der in solchen Fällen zuständige Generalbundesanwalt demnach insgesamt 98 Ermittlungsverfahren ein. In bisher neun davon sei es zu Verurteilungen von insgesamt zwölf Angeklagten gekommen. Hinzu kämen seit 2015 sechs russische und zwei vietnamesische Botschaftsmitarbeiter, die vom Auswärtigen Amt zum Verlassen des Landes aufgefordert worden seien - die einzige Handhabe gegen der Spionage verdächtige Diplomaten.

Die Dienste Russlands, Chinas, des Iran und der Türkei sind laut Innenministerium am aktivsten. 

In der Bundesrepublik befindliche Oppositionelle aus diesen Ländern  seien „regelmäßig Ziel von Ausspähungen und zum Teil Opfer weitergehender Aktionen - bis hin zu Maßnahmen gegen Leib und Leben“, zitierten die Zeitungen aus der Antwort von Innenstaatssekretär Günter Krings.