Drachenlord: Folgt auf den Podcast eine große Netflix-Doku?

Gerüchte, dass der Ex-YouTuber Drachenlord eine eigene Netflix-Dokumentation bekommen soll, häufen sich. Nun gibt der Streaming-Anbieter ein Statement ab.

Wird der ehemalige YouTuber Drachenlord seine Lebensgeschichte verfilmen lassen? Er gibt seit Jahren an, im Internet gemobbt zu werden.
Wird der ehemalige YouTuber Drachenlord seine Lebensgeschichte verfilmen lassen? Er gibt seit Jahren an, im Internet gemobbt zu werden.YouTube/Drachenlord/Screenshot

Die Internetkarriere des Drachenlords mutet zeitweilig an wie eine Serie. Begonnen hat das Ganze 2014, als er seine Adresse in einem seiner Videos nannte und seine Gegner aufforderte, zu ihm zu kommen. Mittlerweile ist sein YouTube-Account gelöscht, da er gegen die Richtlinien verstoßen hat. Bald könnte er jedoch wieder vor der Kamera stehen.

Es häufen sich die Gerüchte, dass der Streaming-Anbieter Netflix eine Dokumentation über den Skandal-Creator plant. Die Tageszeitung Nordbayern hat nun bei der Produktionsfirma angefragt, ob Dreharbeiten bevorstehen. Dazu sagte ein Sprecher: „Wir schauen in die Geschichte hinein.“ Die Gerüchte bleiben demnach derzeit unbestätigt. 

Woher stammen die Gerüchte?

Im Internet tauchten jüngst Gerüchte darüber auf, dass Netflix beziehungsweise die Produktionsfirma Thursday Company Exklusivrechte an der Lebensgeschichte von Drachenlord erworben hat. Vermeintliche Verträge, die der Berliner Zeitung vorliegen, legen nahe, dass Rainer „Drachenlord“ Winkler für fünf Jahre die Rechte an seiner Geschichte für 20.000 Euro abgegeben hat. Laut den Angaben sind die Vertragspartner jedoch zur Geheimhaltung verpflichtet. Ob die Unterlagen authentisch sind, kann derzeit nicht überprüft werden. In einem Telegram-Kanal, der sich mit dem Drachenlord beschäftigt, wurden die Schriftstücke Anfang November veröffentlicht. Kommentare in diesem Netzwerk weisen daraufhin, dass Winkler womöglich selbst die Vertragsunterlagen an Dritte weitergab.

Podcast über Winklers Leben erscheint

Am Donnerstag soll auch ein Podcast über den Drachenlord erscheinen. Das Studio Bummens produziert dabei die zweite Staffel des Podcasts „Cui Bono“ mit dem Titel „Wer hat Angst vorm Drachenlord?“ In fünf Episoden soll demnach die Geschichte des YouTubers Rainer Winkler erzählt werden.

Der Mittelfranke Rainer Winkler gibt an, immer wieder Opfer von Mobbing und Gewalt geworden zu sein. Allerdings sei Winkler in einigen Fällen selbst Täter, wie ein Gericht befand. Im vergangenen Oktober verurteilte ihn das Amtsgericht Nürnberg wegen gefährlicher Körperverletzung und weiterer Straftaten zu einer zweijährigen Haftstrafe ohne Bewährung. In einem Berufungsverfahren verurteilte das Landgericht Nürnberg-Fürth Drachenlord im März 2022 zu einer einjährigen Bewährungsstrafe. Zurzeit gilt er als obdachlos