Apple hat möglicherweise eine Neuerung auf den Weg gebracht, die den wenigsten Nutzern von Bezahl-Apps gefallen dürfte: Übereinstimmenden Medienberichten zufolge können nun Preise ohne Einverständnis der Nutzer erhöht werden. Zumindest ist dies offenbar bereits bei der Disney-Plus-App der Fall. Zuvor wurde die Verfahrensweise bei Preiserhöhungen anders gehandhabt.

Als einer der ersten hat der Entwickler Max Seelemann via Twitter auf die bei vielen Disney-Plus-Abonnenten wohl unwillkommene Neuerung hingewiesen. Demnach fehlt nunmehr die Option, einer Preiserhöhung zuzustimmen. Der Hinweis auf steigende Kosten sei lediglich über den App-Store erfolgt. Sehen Nutzer diesen nicht und lassen das Abo weiterlaufen, greift die Preiserhöhung – auch ohne explizite Zustimmung.

Bislang war es andersherum: Der Nutzer erhielt bei einer geplanten Erhöhung eine Benachrichtigung. Für diese musste er sein Einverständnis geben. Tat er dies nicht, wurde das Abo gekündigt. Apple zufolge handelt es sich bei der neuen Verfahrensweise bei den Disney-Plus-Abos zunächst nur um einen „Pilottest“.

Ein Apple-Sprecher sagte gegenüber TechCrunch: „Wir testen eine neue E-Commerce-Funktion, die wir sehr bald einführen wollen. Das Pilotprojekt umfasst Entwickler aus verschiedenen App-Kategorien, Organisationsgrößen und Regionen, um beim Testen einer bevorstehenden Verbesserung zu helfen, von der wir glauben, dass sie sowohl für Entwickler als auch für Benutzer großartig sein wird, und wir werden in den kommenden Wochen weitere Einzelheiten bekannt geben.“

Unklar ist, ob es sich tatsächlich um eine weitreichende Änderung handelt. Denn laut dem Portal MacTechNews könnte es durchaus sein, dass die Möglichkeit, Nutzern keine aktive Zustimmungsoption zu einer Preiserhöhung zu bieten, nur einigen namhaften App-Anbietern vorbehalten ist.